Werdegang und Daten der Freiwilligen Feuerwehr Weiler im Allgäu

 

Am 19. Oktober 1862 wurde die Freiwillige Feuerwehr Weiler mit Namen "Turn- und Feuerwehrverein Weiler" gegründet. Nach den Geschehnissen des ersten Weltkrieges erfolgte am 03. Januar 1925 die Trennung vom Turnverein.

Mit der Beschaffung der ersten TS 8 im Jahr 1933 begann die Technisierung bis hin zum heutigen Tage mit einem Fahrzeugstand von sechs Feuerwehrfahrzeugen.
Der erste Großeinsatz der Freiw. Feuerwehr Weiler (FFW) fand im Jahr 1864 in Isny statt, bei dem nicht weniger als 84 Häuser dem Feuer zum Opfer fielen. Besondere Einsätze fanden im Jahr 1889 (Hausbachkatastrophe), 1910 (Strohhutfabrik) und in den Jahren 1923 bis 1929 bei verschiedenen Großbränden, u.a. in der Postbrauerei in Weiler, statt. Auch in den 30er Jahren hielt das Hochwasser die FFW in Atem.

Während des zweiten Weltkrieges wurde die FFW mehrfach zu Brandeinsätzen nach Friedrichshafen und nach München beordert. Nach dem schwierigen Wiederaufbau der Wehr als Folge des zweiten Weltkrieges waren verschiedene Großeinsätze mit dem dann wesentlich verbesserten Material zu bewältigen. Zu nennen sind hier bspw. im Jahr 1971 vier Wirtshausbrände, 1974 Brand einer Strickwarenfabrik, 1978 Brand des Gasthofs Krone, 1980 Brand des Altenheim Rothachblick, 1983 Brand eines Mehrfamilienhauses mit 1 Todesopfer, 1985 der Brand im Postamt. Auch danach kam es trotz steigender Tendenz zur technischen Hilfeleistung (Bergung von Personen nach Verkehrsunfällen, Hochwasser u.ä.) immer wieder zu Großbränden, wie etwa 1990 der Brand eines Sägewerkes und einer großen Firma im Nachbarort Lindenberg oder der Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens 1991.

Ab Anfang der 90er Jahre waren dann zusätzlich durch den vom Landkreis Lindau in Weiler stationierten Gerätewagen-Gefahrgut Einsätze in Verbindung mit gefährlichen Stoffen zu leisten. Hier sind besonders die Einsätze von 1992 - Chlorgasunfall in Oberstaufen, 1993 - Säureunfall auf der B 308, 1994 - Lkw-Unfall mit freiwerdendem Gefahrgut, 1995 der Brand in einer Schilderfabrik oder 1998 ein Chemikalienunfall in der Kläranlage in Lindau zu erwähnen.
Durch die sehr gute Ausrüstung und das sehr vielfältige Aufgaben- und Einsatzgebiet der FFW steht bei den im Augenblick 76 aktiven Mitgliedern die Ausbildung an erster Stelle, um die im Jahr durchschnittlichen 60 bis über 100 Einsätze zu bewältigen.